Rioja



Rioja wird ein bedeutendes Weinbaugebiet in Norden von Spanien genannt, das ebenso dem dort angebauten Wein seinen Namen verleiht. Dieses Weinbaugebiet gehört zu einem der größten in ganz Europa. Die Geschichte für den Weinanbau in der Rioja geht weit über 2.000 Jahre zurück.

Durch seine direkte und geschützte Lage an dem Fluss Ebro gelegen und eine hauptsächlich kalk- und lehmhaltigen Böden, machen die Rioja zu einem idealen Anbaugebiet für Spitzenweine. In der Hauptsache werden in der Rioja Rotweine angebaut. Aber auch Rosé und Weißweine werden dort produziert. Zu den dort angebauten Rebsorten gehört vor allem die Rebsorten Tempranillo, Garnacha, Mazuelo und Graciano. Unter einem klassischen Rioja ist aber immer noch der reine Tempranillo Wein anzusehen. Nur zugelassene Rebsorten dürfen in der Rioja angebaut werden. Ein Rioja Wein besteht in der Regel nicht aus einer einzigen Rebsorte. Die meisten Weinproduzenten stellen ihren Rioja Wein mit mindestens drei Rebsorten her.

Die Winzer im Weinanbaugebiet der Rioja richten sich beim Anbau des Weines stark an dem Vorbild des Weinanbaugebietes Bordeaux. So lassen die meisten Weinerzeuger den Rioja Wein in Fässern reifen. Dabei legen die Winzer großen Wert auf Eichenfässer. Der Rioja ist ein trockener Wein, weist eine dunkelrote Farbe auf und hat den typischen Geschmack der Tempranillo Traube. Diese Eigenschaften machen ihn zu einem leicht bekömmlichen und gut trinkbaren Wein. Gerade der Barrique-Ausbau kann einen Rioja Wein zu einem ganz großen Wein machen. Hierbei spielt die Reifezeit eine ernorme Rolle für die Qualität des Weines. Diese Barrique gelagerten Weine lagern oft mehrere Jahre in den Eichenfässern und erlangen so ihre Reife. Sie atmen durch das Holz die kühle und feuchte Luft des Weinkellers. Bei diesem Reifeverfahren werden einmal im Jahr die Weine in andere Fässer umgelagert.

Bei einem Rioja Wein wird zwischen vier Qualitätsstufen unterschieden. Da wäre zum einen der Vino Joven. Hier handelt es sich um ausgesprochen junge Weine, die maximal zwei Jahre alt sind und üblicher Weise nicht in einem Eichenfass gelagert wurden. Der Crianza ist ein zwei Jahre alter Rotwein, der mindestens ein Jahr lang in einem Eichenfass gelagert wurde. Dieser Wein eignet sich bestens zu leichten Gerichten und Vorspeisen.

Das Qualitätsmerkmal Reserva erhalten nur Rotweine, die wenigstens drei Jahre im Fass- und und in der Flasche worden sind und einen sehr guten Jahrgang haben. Bei einem Gran Reserva handelt es sich um einen Rotwein, der zwei Jahr in einem Eichenfass und dann noch mal drei weitere Jahre in der Flasche gereift ist. Dieser Wein ist perfekt für Grillgerichte und Fleischgerichte aller Art.

Ein Rioja Wein lässt sich wunderbar zu nahezu allen Speisen servieren. Er verfügt über einen fruchtig frischen Geschmack und ist somit nicht als eine der schweren Rotweinsorten anzusehen. Ein Idealer Wein für alle Wildgerichte.

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