Sherry



Bei einem Sherry handelt es sich um einen spanischen Weißwein, der durch ein spezielles Reifeverfahren verstärkt wird und somit seine besondere Note erhält. Durch sein spezielles Reifeverfahren gehört der Sherry zu der Gruppe der Likörweine. Der Sherry kommt aus Andalusien und wurde von den Engländern ab dem 18. Jahrhundert in der ganzen Welt bekannt gemacht. Somit gehört er zu den ältesten Weinen der Welt. Die Heimat des Sherrys ist der südlichste Teil von Spanien, die Gegend von Jerez, die in Andalusien beheimatet ist. Ca. 2.800 Weinbauern bauen in dieser Region den Wein für den Sherry an. Die klimatischen Verhältnisse, mit fast 300 Sonnentagen im Jahr, zum Anbau der speziellen Rebsorte sind nahezu ideal. Aber auch die Nähe zum Atlantik versorgt die Rebstöcke in der Trockenzeit mit zusätzlicher Feuchtigkeit. Darüber hinaus speichern die weißen Kalkböden der Region große Mengen an Wasser, sodass die Rebstöcke das gespeicherte Wasser über die Wurzeln aufnehmen können.

Zur Herstellung von Sherry wird ein trockener Weißwein, der aus der Palomino-Traube hergestellt wird, verwendet. Diese Traube eignet sich besonders gut für die Oxidation, die ausschlaggebend für die Herstellung aller Sherry Sorten ist. Zum Süßen einiger Sherry Sorten wird aber auch die Moscatel-Traube verwendet. Nach dem Gären wird dieser Weißwein dann mit Branntwein versetzt. Der Alkoholgehalt von Sherry liegt bei 11 bis 13 Prozent. Es dürfen nur Weine die Bezeichnung Sherry tragen, die aus dem Anbaugebiet von Jerez stammen. Sherry ist ein ideales Getränk zu allen Gelegenheiten. In der Regel dienst Sherry als Aperitif oder wird zu verschieden Gerichten und Dessert getrunken.

Bei dem Reifeprozess wird beim Sherry in zwei Kategorien unterschieden. Die Qualitäten Fino und Manzanilla reifen biologisch. Die Oberfläche des Weines wird durch die Hefeschicht, die sich während des Gärungsprozesses auftritt, verschließt die Weinoberfläche luftdicht. Dadurch wird die Oxidation des Weins verhindert und Alkohol entzogen. Das Resultat sind Sherry-Sorten von hellgelber Farbe. Der Amontillada reift ebenfalls drei Jahr unter einer Hefeschicht. Danach wird Weindestillat hinzugefügt und somit die Hefeschicht aufgelöst. Durch die Luft verändert sich die Farbe von Hellgelb in einen leicht bräunlichen Farbton. Außerdem entstehen die typischen Vanille- und Tabaksaromen.

Die Medium und süßen Cream Sherry-Sorten gehören zu den Olorosos. Bei dem Herstellungsverfahren dieser Sorten wird die Hefeschicht durch den erhöhten Alkoholgehalt vom Weingeist zerstört. Das hat zur Folge, dass der Wein ständig mit Sauerstoff in Verbindung kommt und oxidiert. Dadurch entsteht ein Mahagoni Farbton.

Sherry wird also in vielen Geschmacks- und Farbrichtungen angeboten. Es gilt die Regel, dass ein heller Sherry stets trocken ist und ein dunkler Sherry einen süßen Geschmack hat.

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